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Schleppleinen – Des einen Freud des anderen Leid

Die Schleppleine ist eines meiner liebsten Hilfstmittel im Hundetraining und im Dogwalken – gerade wenn der Rückruf noch nicht gut funktioniert kann sie dem Hund einige Freiheiten ermöglichen.

Man spricht ab ca. 5 m von einer Schleppleine – die Materialien sind vielfälltig und man kann sie mit oder ohne Handschlaufe erwerben, hier habe ich einige Leinen aufgelistet die man erwerben kann.

Schweißleine aus Leder

Ein robustes natürliches Material das gerne bei der Jagd verwendet wird, man kann Sie in verschiedenen Längen erhalten, das Ende mit dem Karabiner ist geflochten wodurch keine Nahtstelle entsteht die reißen könnte. Sie liegen gut in der Hand uns sind sehr geschmeidig.

Das Leder ist reißfest und hält auch höheren Belastungen stand durch das Material saugt sie sich nicht unnötig mit Wasser voll.

Der Nachteil der Lederleine ist das sie regelmäßig eingefettet werden sollte um ihre Geschmeidigkeit zu behalten.

Nylon

Schleppleinen aus Nylon sind mit am Preisgünstigstens und in verschiedenen breiten und längen erhältlich. Sie ist robust und reißfest. Das Gewicht ist gut zu handhaben, sobald sie aber Nass wird wird sie sehr schwer da sie sich mit Wasser voll saugt.

Wenn Sie dreckig ist kann man sie entweder trocknen lassen und den Schmutz dann abreiben aber auch eine Tour in der Waschmaschine hält eine Leine aus Nylon gut aus.

Biothane

Wirklich Ultra-Leicht.

Seit einigen Jahren gibt es das Wundermaterial „Biothane“ auf dem Markt. Sie verheddert sich nicht so schnell wie andere Leinen (kann aber auch passieren) saugt kein Wasser auf und lässt sich super leicht reinigen.

Das Gewicht schwankt je nach Leine und Länge – für die kleineren Rassen gibt es auch Ultra-Leicht Leinen die ein wirkliches Fliegengewicht haben.

Es gibt die Biothane Leinen mit abgeruntetem und flachen Seil.

Der Nachteil der Biothanen Leine ist der höhere Preis, dafür halten sie aber fast ein Leben lang.

CaniThane

Dies ist eine Leine aus Kautschuk mit Fieberglaseinlage und steht der Biothane in nichts nach, der Preis ist hierbei oft günstiger.

Schleppleinen mit Gummierung

Sie zählen zu den Nylonleinen sind aber gummiert und haben somit mehr Gripp, gerade bei größeren Hunden die Anfangs gerne in die  Leine springen sind sie von Vorteil da sie nicht so schnell durch die Hände gleiten.

Handhabung

Die Handhabung der Schleppleine bedarf anfangs ein wenig Übung damit man sich und andere damit nicht verheddert, man kann sie am Ende festhalten und am Boden schleifen lassen oder sie immer wieder aufwickeln – je nach Ort kann man die eine oder andere Möglichkeit in Betracht ziehen.

Wenn man die Leine schleifen lassen möchte so das der Hund sie hinterher zieht und nicht festgehalten wird, ist eine ohne Handschlaufe besser geeignet damit sich die Wahrscheinlichkeit das sie sich verheddert gering hält, so läuft der Hund frei kann aber zur Not schnell an der Leine festgehalten werden.

Die Leinen sollten nur an einem gut sitzenden Geschirr am Hund befestigt werden, am Halsband kann es sonst zu schweren Verletzungen kommen falls der Hund mal in die Leine rennt.

Es ist auch immer von Vorteil Handschuhe zu tragen (Fitnesshandschuhe oder Fahrradhandschuhe) denn wenn man die Leine schnell greifen muss oder sie einem etwas duch die Hand gleitet kann es schnell zu Verbrennungen der Handflächen kommen.

Spielende Hunde sollten nach möglichkeit keine Schleppleinen tragen soweit dies möglich ist, da man sich auch hier verhädern kann, sollte es nicht anders gehen müssen die Hunde immer unter Aufsicht sein und in unmittelbarer Nähe um Gefährliche Situationen schnell managen zu können (verschnüren, verhädern etc.).

Wann kommt eine Schleppleine zum Einsatz?

Die Möglichkeiten hierbei sind so vielfälltig wie es Schleppleinen gibt, ob bei einem Anti-Jagdtraining, Maintrailen, beim üben des Rückrufs oder um den Hund einfach kontrollierteren Freilauf zu ermöglichen.

Man sollte immer darauf achten die Schleppleine nur an Orten zu verwenden an denen der Hund auch Freilaufen könnte – das bedeutet nicht an Straßen oder öffentlichen Plätzen.

Eine wichtige Übung mit der Schlepp.

Das Leinen-Ende Signal ist wichtig damit der Hund nicht in eine 10 – 15 m Leine mit voller Geschwindigkeit reinrennt, denn auch mit dem Geschirr kann dies für Hund und Halter schmerzhaft werden.

Das Leinen-Ende Signal wird kurz vor Erreichen des Leinenendes gegeben, damit der Hund die Möglichkeit hat seinen Radius zum Menschen zu reduzieren ohne das sich die Leine spannt. Dieses Verhalten wird mit einem Clicker oder Markerwort bestätigt und vorzugsweise mit Futter belohnt (auch andere Belohnungen kann man nehmen, Futter eignet sich hier aber am besten).

Sollte sich die Leine dennoch spannen, bleibt man stehen und es geht erst weiter wenn der Hund die Leine lockert. Am besten übt man dies erst an einer kürzeren Schleppleine ( ca. 5 m ).

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